Check your Boobs, Girl!
- The Healing House

- 31. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Berührung, die Leben rettet.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – und je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Vorsorge ist deshalb weit mehr als eine medizinische Pflicht: Sie ist ein Akt der Selbstfürsorge, ein bewusstes Wahrnehmen des eigenen Körpers und ein kraftvoller Schritt, die eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen.
Das regelmäßige Abtasten der Brust ist dabei nicht nur eine Möglichkeit, Veränderungen früh zu bemerken – es hilft dir auch, ein Gefühl für das zu entwickeln, was für dich normal ist. So fallen dir neue oder ungewöhnliche Veränderungen schneller auf.
Wann und wie oft?
Einmal pro Monat ist ideal.
Bester Zeitpunkt: Etwa 3–5 Tage nach Ende der Periode, wenn das Brustgewebe weicher ist.
Nach der Menopause: Einfach einen festen Tag im Monat wählen, z. B. den 1. oder den Tag der Stromrechnung – so vergisst du es nicht.
Zusätzlich: Ab 50 Jahren alle zwei Jahre zur Mammographie im Rahmen des Screening-Programms (bei familiärer Vorbelastung ggf. früher und häufiger, in Absprache mit der Ärztin).
Step-by-Step: So tastest du richtig ab
1. Vor dem Spiegel – sehen
Oberkörper frei, Arme locker hängen lassen.
Dann Arme in die Hüften stemmen, später über den Kopf heben.
Achte auf Form, Kontur, Hautveränderungen oder die Brustwarzen.
2. Im Liegen – fühlen
Ein Kissen unter die rechte Schulter legen, rechten Arm hinter den Kopf nehmen.
Mit den Fingerkuppen der linken Hand in kleinen, kreisenden Bewegungen die rechte Brust abtasten – von außen nach innen, bis zum Warzenhof.
Verschiedene Druckstärken nutzen: leicht, mittel, fest.
Auch den Bereich bis zum Schlüsselbein und in die Achselhöhle mit einbeziehen.
Für die linke Brust Seitenwechsel.
3. Unter der Dusche oder im Stehen – wiederholen
Feuchte Haut erleichtert das Gleiten der Finger.
Entweder kreisförmig tasten oder in Bahnen von oben nach unten „abtasten wie Rasen mähen“.
Worauf solltest du achten?
Knoten oder Verhärtungen
Verdickungen oder Schwellungen
Veränderungen an Haut oder Brustwarze (Einziehungen, Rötungen, Ausschläge)
Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze außerhalb der Stillzeit
Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch Krebs – hormonelle Schwankungen, Zysten oder gutartige Tumore sind häufig. Aber: Alles, was dir neu oder ungewöhnlich vorkommt, gehört ärztlich abgeklärt.
Vorsorge als Selfcare
Das monatliche Abtasten ist kein Grund zur Angst, sondern ein Moment der Achtsamkeit. Nimm dir bewusst Zeit, vielleicht verbunden mit einem Ritual – nach dem Duschen, bei Kerzenschein, oder mit einer schönen Bodylotion.Es ist ein Zeichen von Selbstliebe: Du kennst deinen Körper, du hörst ihm zu, und du reagierst, wenn er dir etwas sagen will.
Extra-Tipp: Druck dir eine kleine Step-by-Step-Anleitung aus und hänge sie an deinen Badezimmerspiegel – so wird es Teil deiner Routine.
Fazit: Brustabtastung ist ein einfacher, intimer und wirksamer Weg, um Veränderungen früh zu bemerken. In Kombination mit ärztlicher Vorsorgeuntersuchung ist sie ein unschätzbarer Beitrag zu deiner Gesundheit – und eine Berührung, die im besten Fall dein Leben retten kann.
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