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Mouth Tape. Just another Wellness-Mythos?

Ist Mouthtaping nur ein neuer Wellnes Hype - oder ein Game Changer für unsere Gesundheit?
Quelle: Pinterest


Nasenatmung verändert dein Körper-Geist-Gleichgewicht.


Wir sind Dr. Anne Karl inspiriert: Wir tun es 20.000 Mal am Tag und denken doch kaum, fast nie, darüber nach: atmen.

Doch ob wir dabei durch die Nase oder den Mund atmen, macht einen enormen Unterschied. Die Nase ist weit mehr als ein Lufteinlass, sie ist ein hochintelligentes Filtersystem, ein Temperierer, ein Immunorgan und, man könnte sagen, der natürliche Regler unserer Lebensenergie.


Was die Nase leistet


Beim Einatmen durch die Nase wird die Luft gefiltert, angefeuchtet und erwärmt, bevor sie in die Lunge gelangt. Flimmerhärchen und Schleimhaut fangen Staub, Pollen und Krankheitserreger ab und sind somit der erste Schutzwall unseres Immunsystems. Außerdem produziert die Nasenschleimhaut Stickstoffmonoxid (NO), ein kleines Molekül mit großer Wirkung: Es erweitert die Blutgefäße, verbessert die Sauerstoffaufnahme und wirkt antimikrobiell. Nasenatmung sorgt also nicht nur für bessere Luftqualität in der Lunge, sondern beeinflusst auch den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers.


Was passiert bei Mundatmung?


Wer dauerhaft durch den Mund atmet, umgeht dieses hochsensible Filtersystem. Die Luft gelangt ungefiltert, kalt und trocken in die Atemwege, die Schleimhäute trocknen aus, Keime dringen leichter ein. Die Folge? Häufigere Entzündungen, schlechter Schlaf, morgendliche Halsschmerzen und bei chronischer Mundatmung ein Ungleichgewicht im gesamten System. Ein klassisches Warnzeichen ist: Du wachst morgens mit trockenem Mund auf. Das bedeutet, dein Körper hat über Nacht durch den Mund geatmet, oft ausgelöst durch Stress, eine verstopfte Nase oder unbewusste Atemmuster.


Langfristig kann chronische Mundatmung sogar anatomische Folgen haben: Studien zeigen, dass bei Kindern die Entwicklung von Kiefer, Gaumen und Gesichtsknochen beeinflusst wird. Mundatmer:innen entwickeln tendenziell schmalere Gesichter, einen zurückgesetzten Kiefer und ein engeres Zahnprofil. Alles Folgen der fehlenden Druck- und Atemarbeit durch die Nase - bitte, was? Ja!


Warum Nasenatmung der Schlüssel zur Regulation ist


Die Nase ist direkt mit dem Parasympathikus verbunden, dem Teil des Nervensystems, der für Ruhe, Verdauung und Regeneration zuständig ist. Wenn wir bewusst durch die Nase atmen, aktivieren wir genau diesen Teil. Der Atem wird tiefer, gleichmäßiger, der Herzschlag sinkt, der Geist beruhigt sich. Nasenatmung ist also kein Detail, sie ist ein direkter Zugang zur körperlichen Selbstregulation.


Ein einfacher Test: Atme für ein paar Minuten bewusst nur durch die Nase. Langsam, gleichmäßig. Du wirst spüren, wie sich dein Nervensystem verändert, der Puls verlangsamt sich, die Schultern sinken, der Körper „fährt runter“.


Wer am 14. Juni in Hamburg dabei war und die wundervolle Carolin Ann Körner in ihrer Breathing Club Session besucht hat, wird bereits wertvolles Wissen dazu haben.


Wie du zurück zur Nasenatmung findest


  • Bewusstes Training: 2–3 Mal täglich ein paar Minuten nur durch die Nase atmen.

  • Schlafhygiene: Halte deine Nasengänge feucht – z. B. mit Meersalzspray oder ätherischen Ölen.

  • Sanftes „Mouth Taping“ über Nacht: hilft (nach ärztlicher Rücksprache), den Atem wieder auf die Nase zu trainieren.

  • Beobachtung: Wache morgens auf und spüre nach, ist der Mund trocken oder entspannt?


Podcast Folge: Dr. Anne Karl – „Gesundheit beginnt im Mund.“


Zähne sind mehr als nur ein ästhetisches Detail. Sie sind ein Spiegel unserer gesamten Gesundheit. Die ganzheitliche Zahnmedizinerin Dr. Anne Karl zeigte in Berlin in ihrer Keynote, warum wahre Gesundheit im Mund beginnt und wie Entzündungen, Schwermetalle oder wurzelbehandelte Zähne Auswirkungen auf den gesamten Körper haben können.


Hört unbedingt in die aktuelle Folge und sichert Euch ein Ticket für München. Dort wird sie mit einer Keynote wieder dabei sein.


Podcast Folge: Dr. Anne Karl – „Warum wir Mundgesundheit zu klein denken

Keynote: 📍 Healing House Festival | 15. November, München

 
 
 

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